Soziale Nachhaltigkeit

Einer unserer Hauptkritikpunkte am FSC ist es, dass er in seinen Forderungen die sozialen, ökonomischen und globalen Folgen außer Acht lässt.

Dementsprechend kommen wir nicht umhin, der sozialen Nachhaltigkeit ein eigenes Kapitel zu widmen.

Vorab möchten wir jedoch darauf hinweisen, dass in all unseren Texten die Wörter Nachhaltigkeit oder nachhaltig oft in Anführungszeichen stehen. Dies entspricht unserem inneren Konflikt zu diesem Wort und seiner Bedeutung. In Ermangelung einer allgemein gültigen Definition betrachten wir eine Waldwirtschaft dann als nachhaltig, wenn sie:

  • Die sozialen, ökologischen und ökonomischen Folgen einer Handlung in Betracht zieht und diese in ein Gleichgewicht setzt, das
  • Es künftigen Generationen erlaubt, ihre Bedürfnisse zu befriedigen, wie wir als aktuelle Generationen unsere Bedürfnisse befriedigen
  • Und dies weltweit

In der Auseinandersetzung mit dem FSC fällt auf, dass er in den meisten Fällen nur von einer ökologischen Nachhaltigkeit spricht, die soziale und ökonomische jedoch kaum eine Rolle spielen. Allenfalls werden beide Begriffe gerne zurate gezogen, um ein Argument weiter zu unterstreichen. Meist steht hinter der Verwendung des Begriffes jedoch sehr offensichtlich weder ein Verständnis davon, was er bedeutet, noch ein vertieftes Interesse daran, ihn fachgerecht umzusetzen.

Durch die streng ökologische Betrachtungsweise erfährt der FSC eine Eindimensionalität, die per Definition „nachhaltiges“ Handeln unmöglich macht. Und obwohl dem FSC gern unterstellt wird, es sei ein „Nachhaltigkeitszertifikat“, scheint niemand Interesse daran zu haben, genau dies zu kritisieren. Selbst Fachgutachten, wie beispielsweise das der Firma UNIQUE zur FSC-Zertifizierung der hessischen Wälder, erhebt die sozialen Folgen der FSC-Zertifizierung gar nicht erst mit, obwohl sie angeblich seine „Nachhaltigkeit“ untersucht:

„Eine nachhaltige Holzwirtschaft wird durch das Zertifizierungssystem Forest Stewardship Council (FSC) abgesichert. Dahinter stehen die Förderung einer umweltfreundlichen, sozialförderlichen und ökonomisch tragfähigen Bewirtschaftung von Wäldern und ein verantwortungsvoller Umgang mit den globalen Waldressourcen. Wir wollen eine schrittweise Zertifizierung des hessischen Staatsforstes nach den Kriterien des „FSC Deutschland“. Dabei werden wir so vorgehen, dass die ökologischen und ökonomischen Ergebnisse bei den Umsetzungsschritten berücksichtigt werden.[1]

Die soziale Nachhaltigkeit scheint eher ein Notfall-Stützrad darzustellen, das bei Bedarf ausgefahren wird um einem Thema eine bessere Balance zu geben. Bei näherer Betrachtung misslingt dies jedoch auf voller Länge.

Unsere Recherche zum Thema soziale „Nachhaltigkeit“ im FSC-Konzern ergab nur mit viel gutem Willen einige vage Hinweise, wie beispielsweise zum Thema

Rückegassenabstände

Bei der Diskussion zu den Rückegassenabständen argumentiert der FSC für eine Erweiterung der Abstände mit dem Argument, dass durch die damit notwendig motormanuelle Zufällung mehr Arbeitsplätze entstehen könnten. Das erscheint auf den ersten Blick sozial. Aber ist es auch „nachhaltig“, also rechtfertigt der soziale Nutzen die ökologischen und ökonomischen Folgen?

Nichtderbholznutzung:

Gehen wir nun davon aus, das Beschäftigen von mehr Waldarbeitern sei „sozial nachhaltig“. Diese Schlussfolgerung muss wenigstens erneut betrachtet werden wenn man mit einbezieht, dass durch die vom FSC geforderte Nichtnutzung von Nichtderbholz ungleich mehr Baumbestandteile im Wald verstreut liegen, die die Flexibilität und Ausweichmöglichkeiten der Arbeiter zusätzlich einschränken. Das hierdurch erhöhte Sicherheitsrisiko für Waldarbeiter ist beträchtlich. Ist dies also noch „sozial nachhaltig“? Kann es  „sozial nachhaltig“ sein, wenn es den deutschen Arbeitsschutzgesetzen widerspricht (siehe Blogartikel Nichtderbholz)?

Flächenstilllegungen – Einblick in eine globale Perspektive

Wenn schließlich noch die globale Perspektive hinzugezogen wird (wie wir dringend empfehlen!), so fällt spätestens jetzt auf, dass das Verhalten des FSC nicht als sozial, sondern als neokolonial bezeichnet werden kann. Dass in Deutschland Flächen still gelegt werden hat erst einmal nur zur Folge, dass die „Umweltschützer“ verstummen und „grünen Stimmen“ ihre Wählerklientel befriedigen können. Wie viele Stimmen aus anderen Ländern dabei verstummen, beziehungsweise gänzlich ungehört verhallen, wird nicht mit einem Wort erwähnt. Jedem, der sich auch nur minimal tiefer mit der Materie auseinandersetzt, muss auffallen, dass eine Verlagerung der Ernteorte bedeutet, dass andernorts Menschen dauerhaft ihre Lebensgrundlage entzogen wird – und das, um mit völlig ungeeigneten Methoden dem zweifelhaften Ideal einer regio-ökologischen „Nachhaltigkeit“ in Deutschland nachzueifern.

Uneinheitlichkeit

Durch willkürliche Regeländerungen oder plötzliches, ebenso willkürliches Abweichen von bestehenden Regelungen, wie wir es in den letzten Jahren im FSC Deutschland erlebt haben, experimentiert der Konzern. Sein Ziel ist hierbei nicht primär, möglichst gute Praxis anzuwenden und diese langfristig zu sichern. Anderenfalls würden seine Standards und Papiere auf anderen Grundlagen beruhen als sie es tun. Vielmehr drängt sich der Eindruck auf dass er versucht heraus zu finden, wie genau er sich positionieren sollte, um eine möglichst große Öffentlichkeitswirksamkeit und gute Reputation zu erreichen. Darunter leiden Wald, Waldarbeiter und Waldbesitzer, Verwaltungsangestellte und alle in jegliche Holzprozesse involvierten Menschen bis hin zum Endverbraucher. Von sozialer „Nachhaltigkeit“ ist dies meilenweit entfernt.

Einbeziehung lokaler Interessenvertreter

Für den FSC Deutschland sieht das alles sehr transparent aus. Zu bestimmten Anlässen lädt der FSC zu Veranstaltungen, in denen scheinbar verschiedene Interessensvertreter ihre Meinung vertreten können. Auf den ersten Blick erscheint dies ein demokratisches Grundsystem zu sein, das die Qualität und beständige Verbesserung fördert. In der Realität sieht es jedoch leider anders aus. So hat beispielsweise schon der hessische Rechnungshof in seinem Bericht zur FSC-Zertifizierung des hessischen Staatswaldes festgestellt, dass selbst FSC-Mitglieder nur einen sehr begrenzten Einfluss auf die Entscheidungen der deutschen Landesgruppe, geschweige denn dem mexikanischen Mutterkonzern haben. Dementsprechend stellt sich die Frage, wie lokale Interessenvertreter Einfluss auf sie betreffende Entscheidungen nehmen können. Die Antwort ist: quasi gar nicht.

Schlimmer wird dies noch, wenn man sich Länder anguckt, in denen diesen Interessenvertretern noch viel weniger gesellschaftliche Bedeutung oder mediale Aufmerksamkeit zugesprochen wird. Der FSC rühmt sich, indigene Völker und lokale stakeholder in Entscheidungsfindungen mit ein zu beziehen. In der Realität bedeutet das jedoch, dass Einladungen zu Stakeholderbeteiligung gut versteckt im Internet veröffentlicht werden, ohne jede Möglichkeit für Ortsansässige, dies zu bemerken und sich zu wehren. Wir zitieren an dieser Stelle immer wieder gerne Bruno Manser: „Der Wald hat kein Telefon.“

Mit dieser – zugegeben, etwas verkürzten – Darstellung möchten wir vor allem betonen, dass es dem FSC an einem Interesse und der Fähigkeit zu einer ganzheitlichen Perspektive mangelt. Hiermit disqualifiziert er sich selbst, jemals für eine „nachhaltige Entwicklung“ der deutschen Waldwirtschaft einzustehen.


[1]                UNIQUE-Gutachten, Kapitel „Einführung“, Seite 10. Zitiert aus dem  Koalitionsvertrag der hessischen Landesregierung 2014  

Hessischer Rechnungshof: FSC-Zertifizierung “riskant und nicht zielführend”

Wir freuen uns sehr festzustellen, dass unsere Aufklärungsarbeit zur FSC-Zertifizierung im hessischen Staatswald scheinbar insoweit erfolgreich war, als dass sich der hessische Rechnungshof mit dem Thema FSC auseinander gesetzt hat. Hierzu erschien am 20. Oktober 2020 das Dokument

„Bemerkungen 2019 des Hessischen Rechnungshofs zur Haushalts- und Wirtschaftsführung des Landes Hessen“

In dem ab Seite 146 im Kapitel

„FSC-Zertifizierung des Staatswaldes – Alles wird besser?“

Die Zertifizierung des hessischen Staatswaldes betrachtet wurde.

Wir freuen uns sehr über dieses Kapitel, da es im Wesentlichen zu den gleichen Schlüssen kommt, die auch wir in der Vergangenheit kritisiert haben:

  • Die Zertifizierung bedingt Veränderungen bei der Waldbewirtschaftung
    • Beispielsweise wird eine klimaangepasste Waldbewirtschaftung stark eingeschränkt (siehe Seite 146: „Die Einschränkungen bei der Baumartenwahl und bei erprobten waldbaulichen Verfahren begrenzen die Möglichkeiten, den Folgen der Extremwetterereignisse im Wald zu begegnen“)
  • FSC hat keinen Öffentlichkeitsnutzen (Seite 146: „eine messbar höhere gesellschaftliche Akzeptanz der Waldbewirtschaftung war nicht belegt“)
  • Sowohl das externe Gutachten als auch das von HessenForst kommen zu dem Schluss, dass die FSC-Zertifizierung dauerhaft zu Ertragseinbußen von mindestens 10 Mio. Euro führen werden (Seite 147)
  • Die in den Gutachten ausgewiesenen ökologischen Vorteile sind „nicht messbar oder wissenschaftlich belegt“ (S. 147) und damit nicht nachgewiesen
    • Der Rechnungshof geht sogar so weit zu sagen, dass die Beispiele für die ökologische Aufwertung ihn nicht überzeugt hätten (S. 147)
    • Beziehungsweise die „FSC-Standards schränken die erprobte und an den Stand der Wissenschaft und Technik angepasste gute fachliche Praxis der nachhaltigen Waldbewirtschaftung ein“ (Seite 148)
  • Dass durch die Anpassung des Rückegassennetzes von HessenForst an den FSC-Standard tatsächlich „der Waldboden stellenweise auf größerer Fläche befahren“ wurde (S. 150)

Weiterhin kommt dieser Bericht zu dem Schluss

  • Dass die FSC-Maßnahmen zu Einschränkungen und Ertragseinbußen von mindestens 10 Mio Euro im Jahr führen können (allein die Kontrollen kosten jährlich 1.2 Mio Euro)
  • Dass die ständigen Neuinterpretationen und Überarbeitungen zu „massiven Unsicherheiten bei der Festlegung langfristiger Ziele“ darstellen
  • Dass die Aussagen des Umweltministeriums zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln unwahr waren; tatsächlich wurde auch unter FSC-Zertifizierung nicht auf Pflanzenschutzmittel verzichtet
    • Stattdessen wurde lediglich der Aufwand für eine Bewilligung des Einsatzes massiv erhöht (S. 150)
    • … wodurch „entsprechend wenig Effekt aus ökologischer Sicht […] dem Zertifikat zuzuschreiben“ ist (s. 151).
  • … dass dies den gesamten FSC-Standard gilt, dass er „mit einem erhöhten und fachlich unnötigen konzeptionellen und waldbaulichen Aufwand verbunden“ ist (S.151)
  • Dass die Waldbesitzer im FSC keine eigene Stimme haben, in Umweltbelangen sogar gar keine Stimmt (S. 150)
  • Dass durch die FSC-Vorgaben und die ständigen Änderungen „bei der langfristig und nachhaltig ausgerichteten Forstwirtschaft […] zu Unsicherheiten bei der Festlegung langfristiger Ziele und bei der Umsetzung in der täglichen Praxis“ führt, wodurch das „Risiko von Fehlentscheidungen“ steigt (S. 150)
  • Dass zwar im Szenario „mit FSC“ des Gutachtens rund 3.5 Mio. Euro Mehreinnahmen erwartet werden können, diese jedoch im Szenario „ohne FSC“ fast 8 Mio. Euro betragen

Insgesamt kommt der Bericht zu dem Schluss, dass nicht ersichtlich ist, warum HessenForst keine eigen nachhaltige Waldbewirtschaftung ohne Zertifikat durchführen und hierdurch die Mehrkosten vermeiden könnte, da ohnehin „keine höhere gesellschaftliche Akzeptanz erzielt wird“ (S. 151). Er hält die FSC-Zertifizierung für „riskant und nicht zielführend“ (S. 153).

Bei Interesse finden Sie den gesamten Bericht über folgenden Link:

Übersicht


Unsere Gruppe wurde gegründet um über die FSC-Zertifizierung aufzuklären. Genau das ist noch immer was wir tun. Dazu kontaktieren wir unter anderem Politiker und Journalisten, sind jedoch vor allem als Berater tätig. Weiterhin haben wir uns zur Aufgabe gemacht, die Darstellung des FSC in den Medien zu begleiten und gegen grobe Falschdarstellungen vorzugehen. Dementsprechend finden sich auf den folgenden Seiten Zusammenfassungen zu unseren aktuellen “Baustellen”:

  1. FSC und HessenForst: befeuert von der Unterschlagung eines Gutachtens gegen die FSC-Zertifizierung entbrannte hier eine erhitze Debatte, inklusive einiger kleiner Anfragen. Die zeitliche Abfolge finden Sie hier.
  2. Der FSC in Thüringen: auch hier entbrannte die Diskussion um die FSC-Zertifizierung des Thüringer Staatswaldes. Die wichtigsten Punkte für Sie zusammen gefasst finden sie auf der entsprechenden Seite.
  3. Der FSC und der Landesverband Lippe: auf massiven Druck der Öffentlichkeit hin haben hier die Grünen ihren Antrag auf FSC-Zertifizierung zurück gezogen. Lesen Sie eine Zusammenfassung hier.
  4. FSC vs. eurobinia: Zu Beginn der Arbeit von FadFSC war dies ein Ein-Mann-Projekt, in dem unser Gründer Gerriet Harms, Firma eurobinia, vor allem rechtlich gegen den FSC vorgegangen ist. Obwohl teilweise schon einige Jahre alt, enthalten diese Gerichtsverfahren und Urteile trotzdem einige spannende Punkte, die Sie unbedingt nachlesen sollten.
  5. Masterarbeit zu Forstzertifikaten: auch wissenschaftlich begleiten wir die Diskussion um die FSC-Zertifizierung. Lesen Sie selbst hier um sich von den Ergebnissen zu überzeugen!
  6. FSC und die NGOs: Es ist weitreichend bekannt, dass beinahe alle großen NGOs vorbehaltlos hinter dem FSC-Konzern stehen. Warum Greenpeace nun nicht mehr dazu gehört, was der WWF dazu sagt und überhaupt zum Zusammenspiel von FSC und NGOS (und unserer Meinung hierzu) lesen Sie hier.
  7. Kritik zum FSC in den Medien: gute, spannende Zeitungsartikel oder Filme sowie unsere Stellungnahmen hierzu finden Sie hier.



Der WWF-Skandal und die Auswirkungen auf den FSC

In den letzten Tagen haben verschiedene Medien darüber berichtet, dass der WWF mit Wildhütern zusammen arbeitet, die Menschen foltern und töten. Einige Artikel hierzu finden sich beispielsweise hier beispielsweise in der

der Tagesschau

Aargauer Zeitung

dem Spiegel

der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

noch einmal der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

dem Handelsblatt

Als einer der größten Befürworter des FSC, einer Organisation die die Weltanschauung des FSC teilt und understützt und einem unermüdlichen Bestreben, den FSC zu fördern und seine Richtlinien zu implementieren; welche Rückschlüsse lässt solches Verhalten auf den vom WWF gegründeten FSC zu?

Der WWF steht hier nicht allein unter Kritik, auch auf den FSC als vom WWF gegründeter Konzern fallen diese Anklagepunkte zurück – die Artikel sind allerdings gerade nur auf Englisch verfügbar:


For sharing: “Why should your company choose FSC”, a comment

Warning: The written statements neither represent our attitude towards the FSC, nor are they meant to be a recommendation. This text contains irony and sarcasm. It is an answer to 10 Reasons to Choose FSC, published by the FSC UK. The screenshots are taken from the original article on https://ic.fsc.org/en/choosing-fsc/10-reasons-to-choose-fsc, we do not own any of it. Please keep that in mind while reading the following:

 

Dear Companies, Associations, Private Members,

To simplify your decision for the FSC-certification, we explained the 10 Reasons to Choose FSC in more details, and of course unofficial material – just for you:



Which actually means, you could have a say in what the regulations look like. If you don’t like them, convince a couple of other members. If you get a XX or YY to use their veto-right, anything that threatens your interests is not going to happen. And don’t worry, there are no scientists orr influential environmental scientists, that could spit into your soup – the FSC is well protected, see point 3.



… in a world that does not have many forest standards at all. So “highest standard” actually means “we are better than the others”. But don’t worry, it does not mean you have to change your habits much, they’ll just rearrange a couple of things, and then you can go back to normal. They don’t mean to interfere much. If they are coming to check on you, they’ll most likely let you know. And if they don’t, no need to panic, you just have to show them the documents you’ll like them to see. So hire a good bookkeeper and you’ll be fine.
And here’s the best part, 95% of the world’s population (well, those 5% who heard of the FSC before), do actually believe that they HAVE the highest standard. So you’re getting the full deal. It’s like collaborating with a dictator that killed the fewest people. Or a farmer that is using the least toxic fertilizer. No one will know that there still are dead people and destroyed ecosystems. No one will care! Most of the NGOs have forgotten about their original intentions in their search for fundings and influence…



Don’t worry, FSC just sounds like a non-profit-organisation. They actually are a business just like yours. Phew. Your money is not in danger. Actually, collaborating with FSC could save you some money – AND avoid debates with NGOs, while you are harvesting clearcuts. They bring a lot of respectability, so you don’t have to spend that much more on campaigns and your public image. That is, after it’s known that you are FSC, of course. This is not a one-way street, you will be asked to take your part in the “they are so fantastic”-circle. And again: don’t worry, it’s not that much work and really pays off.



True. Well, partly. But you don’t have to tell that to everyone. FSC can show off certified forest from all around the world. Of course, the people(s) who live in them, often don’t have an idea whats happening. That is, unless the harvesters arrive. You know, the internet is such a fantastic thing, you can let everyone you want to know what’s happening – and those you don’t want to don’t have it! Did you know that just a few countries actually have a FSC-standard? Many countries use the general guideline instead. So the system is as cheap as possible, we promise.



Well, first: Do you see what they are doing here? Cleverly not mentioning on what, for what, where… they have this impact. This is how they work! Genius, right?
Also, this point is a bit confusing. We tried to find out if FSC is better than no-FSC around the globe. And believe me, that really is a question that can’t be answered easily. So we can’t really do it. That is due to:
a) Things that are permitted in one country can be strictly prohibited in another
b) These differences are completely random, so we had difficulties to link a rule to a specific region or micro climate
c) We are confused, how clear-cuts aline with “”we provide the highest level of protection for [..] natural forests”. But hey, doesn’t matter, they found a way to make money out of them AND having the media on their side. That’s a huge achievement!



As stated in 5, it’s really hard to tell what they do and what they just say they do. They really perfectionised a quoting-circle with some of the NGOS (check out WWF, they perfectioned it!)
So if you really want to make yourself bulletproof against any stones thrown, you really should check with your local FSC-group. They are nice, moderate people (no radical environmentalist there, guaranteed) and they’ll do their best to understand your question and try to find an answer in the endless document-jungle. You might need to be patient with them, though, the FSC tries to drown any critics in documents by constantly changing them, so even the insiders usually don’t really know what’s happening. But we are sure they’ll try their best.
But most importantly: If anyone would ever criticise you for your behaviour, your actions, things you said – FSC can send their big brothers to protect you!



But not too much. It’s a genius system: everyone who will have a short look will see what they want them to see – forest protection, sustainability, nature. And everyone who is sceptical will just get lost in the jungle – believe us, we’re talking from experience! Of course, they need to say they are “open to public review” (meaning: they share with registered stakeholders that signed a document saying they would never critise) and that their products are “independently audited”. But as we stated before, they know a lot of people, that can make negative publicity go away.



Again, this one really is tricky. As we said under point 5, it’s hard to understand where the differences came from. But they managed to keep the “principles and criteria”, which they refer to here, as general as possible. So just for those really fanatic people (nobody listens to), the contradictions will come to light.



That means, if you need to keep 10% of your forest in, let’s say, Germany, untouched, you don’t have to fear that you have to live without the wood that you would usually harvest there. Don’t worry, you won’t. It might come from far away, though, in case of the German example from, let’s say, Russia. That’s 5000km. But the good news is: people over there ask even fewer questions than your locals in Germany.
And if you want to cut the forest of a local people, you just have to officially advertise that somewhere, wait until the deadline is over (and no one will come forward, since they don’t know it’s existing, isn’t that genius!) and then send your harvesters. Even if the people protest, they don’t have internet, so just locals will hear. Nothing to worry about.



“FSC is the only forest certification scheme member of ISEAL Alliance, the global association for sustainability standards”. You can use that for your advertisement. Just few people actually know that ISEAL was founded by FSC and MSC just for the purpose to pretend that they are independent.
So wouldn’t it look great on YOUR office wall as well?!
What are you waiting for?

Geschäftsmodell Wolf

 

„Die Welt“ veröffentlichte vor kurzem einen Artikel, der einen unserer Kritikpunkte an den NGOs sehr anschaulich unterstreicht. Gegründet, um „die Welt zu retten“, sind viele NGOs mittlerweile gut verdienende Unternehmen. So profitieren beispielsweise WWF, Greenpeace, NaBu und BUND am FSC, da Ihnen die Kooperation nicht nur einen Imagegewinn sondern auch große Summen Drittmittel und Fördergelder verschafft. Der besagte Artikel verdeutlicht dies am Beispiel des NaBu mit dem „Geschäftsmodell Wolf“. Die folgenden Ausschnitte wurden vom Bauernverband Schleswig Holstein ausgewählt und auf Facebook gepostet:

 

Der Wolf ist eine gigantische Geldmaschine. Ein grünes Geschäftsmodell, das Ideologie in Abermillionen an Spenden und Steuergelder verwandelt, das Naturschutzfunktionäre in Regierungsämter hievt, Institute von professionellen Wolfsbeobachtern finanziert. Kritik daran, selbst Zweifel, gelten quasi als Umweltverbrechen.

Ein Beispiel dafür ist der Naturschutzbund Deutschland e.V. Der NABU ist auch ein florierendes Unternehmen mit Millionenumsätzen, professionellem Management, einer Abteilung für „Strategische Geschäftsentwicklung“.

Seit 12 Jahren hat der NABU das Projekt „Willkommen Wolf“ unter seine Fittiche genommen. 2016 hat der NABU-Bundesverband nach eigenen Angaben 22.300 Euro an wolfsbezogenen Spenden erhalten. 336.000 Euro kamen durch „Wolfspatenschaften“ herein. Aus dem Goldesel ist der Platinwolf geworden. Weniger wegen dieser Kleinspenden, sondern mehr wegen des Imagevorteils, der sich vortrefflich zu Geld machen lässt.

Über welche Mittel der NABU verfügt, ist nicht ganz einfach zu überschauen. Ausgewiesen sind für den Bundesverband Spenden in Höhe von 5,4 Millionen Euro. Die Gesamterträge belaufen sich auf 44,6 Millionen Euro. 9,2 Millionen davon kamen als staatliche Zuschüsse. Allerdings hat der NABU, der per Gesetz keine wirtschaftlichen Zwecke verfolgen darf, Stiftungen gegründet. Diese Stiftungen können sehr viel diskreter wirtschaften als eingetragene Vereine.

Weitere 3,7 Millionen Euro erlöste der NABU über Kooperationen mitder Industrie. Die Unternehmen zahlen Lizenzgebühren für die Werbung mit einem ökologische Korrektheit versprechenden NABU-Siegel. „Corporate Social Responsibility“ nennen es die Fachleute aus der Wirtschaft, „Greenwashing“ sagen Kritiker zu diesem Geschäftsmodell. Welche Unternehmen, ob Großbrauerei oder Möbelgigant, zu seinen Kooperationspartnern gehören, hat der NABU veröffentlicht. Aber welches Unternehmen mit welchen Beträgen und für was genau? „Aus vertragsrechtlichen Gründen dürfen wir hier keine Antwort geben“, teilte der NABU der „Welt am Sonntag“ mit.

Der NABU hat von diesem Modell profitiert. So hat der Autobauer Volkswagen über viele Jahre lang eine kostspielige Kooperation mit dem NABU gepflegt. Begonnen wurde sie im Jahr 2000. Es hat sich gelohnt. Für beide Seiten. Die Volkswagen AG hat nach eigenen Angaben verschiedene NABU-Projekte von 2002 bis 2015 mit rund 10,6 Millionen Euro unterstützt. Vom Fahrzeug für Wolfsbeobachter über Wanderausstellungen bis hin zu Willkommen-Wolf-Werbebroschüren.

Offiziell war die pikante Partnerschaft zwischen Autokonzern und Umweltorganisation im Dezember 2015 beendet worden. Der Grund: Der VW-Dieselskandal. Der Zusammenarbeit von NABU und VW sei „die Grundlage entzogen“ worden, erklärte Dietmar Oeliger, „Teamleiter Verkehrspolitik“ des NABU im Oktober 2015.

Doch im Gegensatz zu Abgasen stinkt Geld nicht. Wie der VW-Konzern jetzt einräumte – und der NABU bestätigte – läuft ein erheblicher Teil der VW-Zahlungen an den NABU noch bis 2020 weiter, also fünf weitere Jahre über das öffentlich verkündete Ende der Zusammenarbeit hinaus. Allerdings werden diese Zahlungen nicht im Namen der Volkswagen-Sparte VW verbucht, sondern gehen vom Konto der Volkswagen-Tochter „Financial Services“ ab. Dabei handelt es sich um weitere Zuwendungen in Höhe von insgesamt 1,4 Millionen Euro.

Ein Glaubwürdigkeits-GAU für den selbst ernannten Naturschutzbund. Und seine Gegenleistung für insgesamt also fast zwölf Millionen Euro von Volkswagen? „Als Dialogpartner hat der NABU gemeinsam mit Volkswagen den Diskurs über zukünftige Umwelt- und Mobilitätslösungen vorangetrieben“, teilte der Naturschutzbund dazu mit.
Dem Geschäftsmodell Wolf droht auf absehbare Zeit keine Konjunkturdelle.

Umweltministerien sind seit vielen Jahren von Umweltaktivisten durchsetzt. Prominentestes Beispiel: Jochen Flasbarth, SPD-Mitglied und seit 1980 in führenden Positionen beim NABU. Neun Jahre lang, bis 2003, als hauptamtlicher Präsident. Danach wurde Flasbarth Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium, danach Präsident des Bundesumweltamtes und seit 2013 bis heute ist er zurück im Bundesumweltministerium, diesmal ganz weit oben: als beamteter Staatssekretär.

Quelle: https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/1498225410268738

Teil 10: Pressemitteilung

Sowohl über die offenen Briefe an Frau Feldmayer (Grüne), Frau Schott (Linke), Herrn Landau (CDU) und Herrn Schäfer-Gümbel (SPD) als auch über unser Schreiben an den Rechnungshof wollten wir nach mehreren Monaten der Öffentlichkeitsarbeit in Hessen auch die Presse informieren. Hierzu verschickten wir das unten stehende Anschreiben mit der Ausführlichen Pressemitteilung im Anhang.

Diese finden Sie hier: PM Druckversion

 


 

Sehr geehrte Damen und Herren,

In der letzten Woche haben wir verschiedene offene Briefe verschickt, in denen wir Frau Hinz sowie ihrer Staatssekretärin Frau Tappeser Vetternwirtschaft, Vorteilsnahme sowie bewusste Falschaussagen im Zusammenhang mit der FSC-Zertifizierung für den hessischen Staatswald  vorwerfen.

Im Sommer letzten Jahres wurde bekannt, dass die Ministerin die „Vergleichende ökonomische und ökologische Bewertung der schrittweisen FSC Zertifizierung im Hessischen Staatswald“ durch HessenForst AöR fast 1,5 Jahre lang unter Verschluss gehalten hat. Auf massiven Druck der Öffentlichkeit wurde schließlich eine geschwärzte Version veröffentlicht die ein vernichtendes Urteil über den FSC fällt:

„Betrachtet man die drei Säulen der Nachhaltigkeit sind zum jetzigen Zeitpunkt keine signifikanten Verbesserungen durch die FSC Zertifizierung erkennbar. Demgegenüber stehen finanzielle und volkswirtschaftlich langfristig spürbare negative Effekte.“

Im Januar wurde ein externes Gegengutachten veröffentlicht – diesmal ohne geschwärzte Passagen. UNIQUE, die hiermit beauftragte Firma, ist selbst Mitglied im FSC. Trotzdem bestätigt auch dieses Gutachten, dass die FSC-Zertifizierung keinen ökologischen, ökonomischen oder sozialen Vorteil für den hessischen Staatswald bedeuten würde. Diese Tatsache wurde in der Pressemitteilung des Umweltministeriums bezüglich des UNIQUE-Gutachtens sowie in der Rede der forstpolitischen Sprecherin der GRÜNEN Frau Feldmayer im Landtag, konsequent ignoriert.

Statt aufgrund der zweifachen negativen Beurteilung von den Zertifizierungsbestrebungen abzuweichen oder diese zumindest intern zu prüfen, beharrt die Partei weiterhin darauf, dass der FSC einen „wichtigen Beitrag leisten [wird], den Hessischen Staatswald in ökologischer Sicht nochmals deutlich aufzuwerten“. Zudem sollen zusätzliche „3.5 Millionen Euro im Jahr“ an Mehreinnahmen generiert werden.

Beide Aussagen sind weder im Gutachten zu finden, noch entsprechen sie der Wahrheit. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall – durch die Zertifizierung werden laut Gutachten 8 bis 11 Millionen Euro weniger eingenommen werden. Entnehmen Sie weitere Informationen hierzu auch unserem ausführlichen Schreiben an den Rechnungshof.

Die Dreistigkeit, mit der fundierte Fakten zugunsten der wirtschaftlichen Interessen des FSC verdreht werden, macht uns sprachlos. Leider ist dies jedoch kein Einzelfall sondern im FSC-„System“ gängige Praxis. Eine Prüfung, inwieweit das bisherige Verhalten rechtswidrig war, obliegt anderen Instanzen, dass es falsch war, steht unserer Meinung nach außer Frage. Inwieweit Frau Hinz hierdurch Steuergelder verschwendet hat, wird nun vom Rechnungshof geprüft.

Frau Hinz oder andere Politiker der Grünen oder des Koalitionspartners sind nicht bereit, sich mit der Problematik – und unserem Anliegen – auseinander zu setzen. Wir werfen Frau Hinz vor, Ihr Amt zu missbrauchen, um ein Projekt durchzupressen, das extrem teuer ist und einzig FSC-Interessen dient. Ein Nutzen für Wald und Wähler*innen besteht explizit nicht. Wir fordern Frau Hinz deshalb nachdrücklich auf, sich der Diskussion zu stellen und ihre Falschaussagen zur FSC-Zertifizierung umgehend klarzustellen, bzw. von der geplanten Zertifizierung abzusehen.

Für Nachfragen oder die Bereitstellung weiterführender Informationen stehen wir wie immer jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Arbeitsgruppe FadFSC

 

 

FSC-Artikel im Newsletter von Skydda Skogen/Protect the Forest

Im aktuellen Newsletter veröffentlicht Protect the Forest (schwedisch: Skydda Skogen) einen Artikel zu einem offenen Brief, den FSC-zertifizierte Betriebe an schwedische Entscheidungsträger verschickt haben. Der Artikel zeigt eines der Probleme der FSC-Zertifizierung auf, nämlich die Problematik der verschiedenen Standards. In Schweden wird eine Waldbewirtschaftung geduldet, ja teilweise sogar verlangt, die in Deutschland gegen geltendes Recht verstoßen würde. Der FSC belegt hierdurch (wieder einmal), dass er keinesfalls eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder garantiert – und das offensichtlich nicht einmal anstrebt. Siehe hierzu auch unsere Fotoreihe zu riesigen Kahlschlägen biologisch wertvoller Wälder in Schweden – einfach hier klicken.

Der gesamte Newsletter kann auf Schwedisch und Englisch hier eingesehen werden. Eine (sehr rudimentäre) Übersetzung folgt weiter unten.

Besuchen Sie auch die Website der NGO für mehr Informationen zu ihrer Arbeit – Informationen sind an dieser Stelle auch auf Deutsch erhältlich.

 


 

In Schweden soll eine große Menge biologisch erhaltenswerter Wälder gefällt werden. In einem offenen Brief vom 9. Dezember forderten 90 Repräsentatnen aus 70 FSC-zertifizierten Unternehmen von Großkonsum-Staaten in Europa, Wälder mit großer Schützenswürdigkeit in Schweden permanent zu schützen. Schweden ist der drittgrößte Exporteur von Papier, Papierbrei und Sägeholz der Welt. Auch Deutschland zählt neben Großbritannien und den Niederlanden zu den größten Abnehmern. Repräsentanten dieser europäischen Unternehmen warnten, dass sie – sollten Ihre Forderungen nicht erfüllt werden – in Betracht ziehen könnten, den Handel mit schwedischen Waldprodukten auszusetzen.

Die unterzeichnenden Unternehmen sorgen sich um mehrere hochgradig erhaltenswerte Wälder, die von zertifizierten Forstunternehmen wie Sveaskog, Stora Enso und SCA gefällt werden sollen. Sie appellieren an die schwedische Regierung, die Schwedische Forst Agentur und die zertifizierten Waldunternehmen, diese Wälder permanent zu schützen.

In Schweden steht ein bedeutender Anteil der verbleibenden Naturwälder Europas. Schweden ist engagiert, seine Biodiversität durch internationale und nationale Umweltziele zu schützen. Trotzdem ist der Staat weit davon entfernt, diese Ziele zu erreichen. Der Forest Stewardship Council (FSC) ist ein Waldzertifikat für nachhaltige Waldwirtschaft. Dem FSC-Standard zufolge sollten hochgradig erhaltenswerte Wälder aus der Bewirtschaftung heraus genommen werden. Trotzdem werden viele biologisch erhaltenswerte Wälder von der zertifizierten Waldbewirtschaftung in Schweden gefällt.

Im offenen Brief heißt es: „Es ist inakzeptabel, dass diese Restbestände von hochgradig schützenswerten Wäldern, die einzigartig und Teil der letzten Wildnis in Europa sind, keinem permanenten Schutz unterstehen und unter der Fahne des FSC gefällt werden. Das untergräbt klar die Glaubwürdigkeit des FSC. Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung sollte die Biodiversität, Arten und natürliche Umwelt nicht verschlechtern.

Die Unternehmen, die diesen offenen Brief  unterzeichnet haben, arbeiten mit allem von Druck, Verpackung und Recycling bis hin zu Inneneinrichtung und Konstruktion, wie auch der Waldwirtschaft. „Konsumenten wollen sicher sein, dass sie ein verantwortungsvolles Produkt erwerben. In Deutschland unterstützt das FSC-Label eine Natur-orientierte Waldwirtschaft und hohe Umweltstandards, während sie in Schweden zerstörende Kahlschläge unterstützt. Für den Konsumenten ist das sehr verwirrend und verzerrt den Wettbewerb. Die Glaubwürdigkeit der gesamten schwedischen Waldwirtschaft und der FSC-Zertifizierung ist bedroht“, sagt Knut Sturm, Vorsitzender der Lübecker Stadtwaldverwaltung in Deutschland.

Die Initiatoren des Anschreibens sind die schwedische NGO „Protect the Forest“ und die deutsche NGO Robin Wood. „Wir können es uns nicht leisten diese wertvollen, letzten verbleibenden alten Wälder zu verlieren. Der Verlust der Biodiversität ist kritisch und es besteht dringender Bedarf, wissenschaftlich Naturschutz-orientiert zu handeln statt auf einer Produktionsorientiertung zu beharren. Wir hoffen, dass dieser Brief für Entscheidungsträger in der schwedischen Regierung, der Schwedischen Waldagentur und der Waldwirtschaft die Augen öffnet. Alle hochgradig erhaltenswerten Wälder müssen permant geschützt werden“, sagt David van der Spoel, Sprecher von Protect the Forest.

 

eurobinia in brand eins: Kritik am FSC

In der Ausgabe 09/2012 des Wirtschaftsmagazins brand eins schien ein Artikel, der unter anderem auf jahrelangen Recherchen von eurobinia beruht. Er enthält unter anderem ein Interview mit Andre de Freitas, Geschäftsführer der FSC International Center GmbH, der ASI GmbH und der Global Development Company GmbH, sowie Teile eines Interviews mit Gerriet Harms. Kritisch, aber sachlich, erläutert brand eins wie der FSC “seinen Erfindern, Konzernen, Kunden und der Politik” nutzt – “Nur der Umwelt herzlich wenig”.

Zusammenfassend: Sowohl für Kenner der Materie als auch bisher Uninformierte absolut lesenswert!

Der Artikel bei brand eins online: http://www.brandeins.de/magazin/interessen/die-stempel-industrie.html

Hier finden Sie auch noch eine PDF-Version des Artikels.

Der Pakt mit dem Panda

Am 22. Juni 2011, 23.30 Uhr erschien in der ARD der Beitrag “Der Pakt mit dem Panda”. Der Film bietet Einblicke hinter die Fassade des WWF, der möglicherweise einflussreichsten Lobbyorganisation der Welt. Dokumentarfilmer Wilfried Huismann zeigt Geschichten, die deutliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit des grünen und ehrlichen Images des WWF wecken. Für den Zweck dieser Website ist das besonders interessant, weil der WWF einer der größten Verfechter des FSC ist und Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit damit ein weiterer Beleg für die Schwierigkeiten des FSC-Systems.
Der vollständige Filmbeitrag ist aktuell weder in der ARD-Mediathek noch auf youtube verfügbar. Auf dailymotion ist er jedoch noch zu finden: http://www.dailymotion.com/video/xqjbli

Weitere Informationen zu dem Pakt mit dem Panda:

http://www.tvdigital.de/programm/der-pakt-mit-dem-panda-was-uns-der-wwf-verschweigt_62016043

http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Pakt_mit_dem_Panda

http://de.wwfdoku.wikia.com/wiki/WWF-Doku_%22Pakt_mit_dem_Panda%22_Wiki

 

Diplomarbeit zum FSC: Die Arbeitsgruppe Deutschland setzt den Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland unter Druck

Wir haben diesen Fall begleitet, jedoch keine eigenen Schreiben hierzu veröffentlicht.

Nach dem der Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland (BSHD) am 11. März 2011 in seinen aktuellen Nachrichten unter dem Titel “FSC-Zertifizierung rettet keine Wälder” die Ergebnisse einer Diplomarbeit präsentierte, versucht die FSC Arbeitsgruppe Deutschland den BSHD unter Druck zu setzten und fordert die Löschung des Beitrages.
Der Beitrag des BSHD zeigt die kritische Auseinandersetzung der Diplomarbeit von Jana Förste mit den Strukturen und Zielen des FSCs. In Ihren Schlussfolgerungen schreibt Frau Förste, dass die Zertifizierung, wie sie derzeit gestaltet ist, weder zum Erhalt von Wäldern noch zu ihrer nachhaltigen Nutzung beitragen kann. Read More

Kahlschlag für Ökoholz – Report Mainz

Am 14. Februar 2011 wurde der Beitrag “Kahlschlag für Ökoholz” in die Report Mainz-Sendung aufgenommen. Der FSC reagierte hierbei mit einer Stellungnahme, die bereits am Dienstag den 15.02.2011 veröffentlicht wurde. Interessierte finden sie hier: Stellungnahme des FSCs. Wie gewohnt versucht der FSC die Darstellung zu relativieren, greifbare Argument oder konsequente Handlungen sind jedoch nicht zu erkennen. Widerlegen kann der FSC die Inhalte der Sendung jedenfalls nicht.

Wir hoffen, dass nun auch andere Medien diese Thematik aufgreifen und die Hintergründe des FSCs weiter beleuchten. Auch wenn einige Umweltorganisationen sich noch immer an den FSC klammern, darf der Irrtum, dass das FSC Siegel für umweltfreundliche und legale Waldwirtschaft einsteht, nicht weiter verbreitet werden. Die Argumentation der NGOs, dass ein schlechtes Zertifizierungssystem immer noch besser als gar keins sei, darf kein Grund sein, Greenwashing und Verbrauchertäuschung zu unterstützen.

Read More