PM Teil 2: Reaktion des FSC

Am Mittwoch den 15. Dezember 2010 äußerte sich der FSC zu der in “PM Teil 1” hier zu findenden Pressemitteilung. Vermutlich war dies die Reaktion auf eine zweite Mitteilung von eurobinia, in dem sich Gerriet Harms unter Anderem für den regen Zuspruch und die moralische Unterstützung bedankt hat, die ihn als Reaktion auf die Pressemitteilung erreichten. Herr Sayer von der FSC Arbeitgruppe Deutschland schrieb folgende Mitteilung an alle FSC zertifizierten Kunden:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den letzten Tagen wurden Sie vermutlich mehrfach von einem Holzhandelsunternehmen Eurobinia (Gerrit Harms) mit Vorwürfen zum FSC angeschrieben. Wir gehen davon aus, dass alle FSC-zertifizierten Unternehmen in Deutschland und darüber hinaus angeschrieben wurden und hierfür die öffentlich zugänglichen Daten in unserer FSC-Datenbank verwendet wurden. Einige von Ihnen haben möglicherweise das von Herrn Harms zitierte Interview im Holzzentralblatt gelesen und sich eine eigene Meinung bilden können.

Im Rahmen einer freien Meinungsäußerung steht es Herrn Harms frei, seine Meinung zu äußern und mit uns zu diskutieren. Dies hat in den letzten Jahren sehr intensiv mit uns stattgefunden. Wir nehmen Vorwürfe von jedermann stets ernst und gehen Hinweisen zu konkreten Verstößen im FSC-Zertifizierungssystem konsequent nach. Zentrale Sichtweisen von Herrn Harms (z.B. grundsätzliche Fragen zum Umgang und der Nutzung von Primärwäldern oder zur Zertifizierung von Plantagen) teilen wir nicht und vertreten mit dem FSC einen anderen Ansatz. Auch die von Herrn Harms mehrfach vorgeschlagen Alternativen für den Umgang mit Holz sind aus unserer Sicht nicht zielführend und praktikabel.

Informationen zum Rechtsstreit zwischen FSC International und Herrn Gerrit Harms: Im Rahmen der Kampagne von Herrn Harms wird und wurde mehrfach das FSC-Siegel verwendet. Um dies zu unterbinden hat der FSC International im Januar 2010 eine Klage wegen unzulässiger vergleichender Werbung initiiert. Eine inhaltliche Auseinandersetzung zur Frage, ob FSC einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit im Wald leistet oder nicht, ist nicht Gegenstand der Klage. Die Richter am Landgericht Braunschweig kamen im September 2010 zum Ergebnis, dass die Verwendung des FSC-Siegels durch Herrn Harms im Rahmen einer vergleichenden Werbung zulässig ist. Der FSC hat gegen diese Entscheidung formal Berufung eingelegt. Da eine inhaltliche Auseinandersetzung über Fragen von Nachhaltigkeit oder Legalität des FSC nicht Gegenstand des Verfahrens waren, können Ableitungen – wie von Herrn Harms dargestellt – nicht getroffen werden. Zitierte Äußerungen von Richtern in diesem Kontext erschließen sich nur im Gesamtkontext und nicht in der von Herrn Harms dargestellten Weise.

Weitergehende Hintergründe zur FSC-Zertifizierung in Schweden (geplanter Beitrag im Report Main) finden Sie in einer aktuellen Stellungnahme auf unserer Internetseite:

http://www.fsc-deutschland.de/index.php?option=com_content&view=article&id=219&Itemid=204&lang=de

Wir können und wollen nicht verhindern, dass Herr Harms die vom FSC öffentlich zur Verfügung gestellten Daten zertifizierter Unternehmen für entsprechende Kampagnenarbeit nutzt. Wir hoffen, dass unsere Informationen für Sie etwas mehr Klarheit gebracht haben. Für Rückfragen aller Art stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Sayer

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