NoFSC! – Aktiv werden

Hintergrund:

Wir erachten es als die primäre Aufgabe der global society unseren Planeten zu schützen. Ärmere Nationen stellen hierbei eine wesentlich weniger große Bedrohung dar, gleichzeitig können sie die zum Teil unberührte Natur nicht wirkungsvoll vor Großkonzernen schützen. (…) Es würde einem Mindestmaß an Verantwortung entsprechen, so viel wie möglich vor der eigenen Haustür zu wirtschaften und Kulturen, aus denen der Rest importiert wird, mit Respekt zu behandeln. Stattdessen hilft der FSC maßgeblich, dass Länder wie Deutschland sich aus dieser Verantwortung mit gutem Gewissen herausreden können. Industrienationen haben Jahrhunderte lang ärmere, weniger industrialisierte Regionen ausgebeutet, unser heutiges Verhalten steht dem in Nichts nach. Dieser moderner Neokolonialismus ist absolut inakzeptabel (Anmerkung: besonders interessant für die “soziale Verantwortung” des FSC). Unseren, den deutschen, Hunger mit Primärwald-Holz zu stillen ist nicht nur sozial äußerst fragwürdig, sondern wird uns in letzter Konsequenz auch unsere eigene Lebensgrundlage kosten. Dementsprechend können wir uns die Weltanschauung, die dem FSC zugrunde liegt, schlicht und einfach nicht leisten. Auswirkungen wie zum Beispiel die Vernichtung der Lebensgrundlagen in den ärmsten Ländern zeigen sich in Flüchtlingswellen und einem durchaus gerechtfertigten vermehrtem „Hass auf den Westen“ (Jean Ziegler). Gleichzeitig ist ein Großteil der westlichen Gesellschaften nicht bereit, die Verantwortung hierfür zu übernehmen, und empfindet die ihnen entgegenschlagende Wut und Angst als bedrohlich. Menschlichkeit, Toleranz und Miteinander werden ersetzt durch Misstrauen und Hass. Diese Darstellung mag pathetisch klingen, und so ist sie teilweise auch gemeint. Wir empfinden dies jedoch als notwendig, da erschreckend wenigen Menschen bewusst ist, dass ohne eine globale Betrachtungsweise, Respekt, Wissenschaft, Wissen, Kommunikation, Bildung und Aufklärung sowie eine auf breit gefächerte Fakten basierende Entscheidungsfindung, in wenigen Generationen niemand mehr auf diesem Planeten leben wird.

Der FSC ist ein völlig ungeeignetes Instrument für Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Sozialität und andere, ihm zugeschriebene „Werte“.
Der FSC ist kein Allheilmittel. Er ist ein wesentlicher Bestandteil des Problems.

 

 

AKTIV WERDEN

Warum Sie den FSC hinterfragen sollten

Für eine kurze Zusammenfassung empfehlen wir unseren gleichnamigen Artikel. Hierbei handelt es sich um eine Antwort auf  „Why should your company choose FSC“, herausgegeben von der britischen FSC-Ländergruppe. Zur vereinfachten Darstellung der Zitate im Deutschen haben wir diese intern übersetzt. Für den Originaltext folgen Sie einfach folgendem Link, unsere englischsprachige Stellungnahme finden Sie, indem Sie oben im Menü des Blogs die Sprache ändern. Ausführlichere Gründe finden sich auf der gesamten Website, insbesondere im Kapitel “Kritik” sowie bei den “Medien”. Die, die eine Videodarstellung bevorzugen, finden ein paar Empfehlungen weiter unten. Informationen aneignen

Damit eine offene, kritische Diskussion der Vor- und Nachteile des FSC stattfinden kann muss ein generelles Level des Wald-, Forst- und Holzverstädnisses erreicht werden. Hierfür haben wir auf auf dieser Website unsere Hauptkritikpunkte unter der Überschrift “Allgemeine Kritik” zusammen gefasst.

Weiterhin empfehlen wir die folgenden Filme:

Der Pakt mit dem Panda vom 22.Juni 2011, ein Film von Wilfried Huismann

Die Nachhaltigkeitslüge

“Markt”-Beitrag zum FSC vom 06.06.2018

Report Mainz zu zertifizierten Kahlschlägen

Mann, Sieber!  vom 15. Mai 2018

Das schmutzige Geschäft mit der Grillkohle vom 02.08.2018, ARD

Warum das Kaufverhalten zählt – aber es keine simple Formel gibt

Unsere Empfehlung:

 Kein blinder Konsum von FSC-zertifizierten Produkten

Dies mag aufgrund des Tones unserer Texte verwundern. Lassen Sie uns das kurz erklären: Unser generelles Anliegen ist der bewusste Konsum. Dementsprechend empfehlen wir an dieser Stelle auch keinen blinden Boykott des FSC-Siegels, da auch dies nicht das einzige Kriterium für eine Kaufentscheidung sein sollte. Wir möchten stattdessen ans Herz legen, sich darüber zu informieren, wo ein Produkt her kommt, unter welchen Bedingungen es produziert und wie transportier wurde. Darüber hinaus sind grundsätzliche Informationen zu Baumarten und deren Habitatsbedingungen empfehlenswert. Uns ist hierbei bewusst, dass kaum ein Konsument beim Kauf eines Notizblockes die Zeit hat, sich damit auseinander zu setzen. Wir werden uns dementsprechend bemühen, dieses Kapitel unseres Blogs weiter auszubauen. Auch für diese Perspektive müssen wir allerdings nachdrücklich betonen:

Es gibt keine Generalantwort. Ein Minimum an Informiertheit ist unabdingbar, wenn ein verantwortungsvoller Konsum angestrebt wird.

PS: Kritisches Hinterfragen (und das beinhaltet die von uns publizierten Aussagen!) ist elementar, um den Missbrauch von Vertrauen, Betrug, Greenwashing zu verhindern!

 

 

Warum wir das nicht alleine schaffen können

Wie bereits erwähnt betrachten wir die Aufklärung als einen elementaren Bestandteil unserer Arbeit. Das, was wir nicht alleine können, ist die Weiterbreitung unserer Dokumente und nicht zuletzt unseres Anliegens. Wir stellen hierfür eine Reihe von Dokumenten zur Verfügung (leider unvollständig, aber wir arbeiten daran!), die gerne so oft wie gewünscht geteilt, kopiert, gerne auch kritisiert und an uns zurück geschickt werden dürfen!

Generell können alle Dokumente, die sich in unserem Dokumentenzentrum befinden, sehr gerne weiter verbreitet werden. Das umfasst ebenfalls sämtliche auf diesem Blog veröffentlichten Videos und Fotos, die wir entweder selbst gemacht haben oder die wir mit Genehmigung des Urhebers veröffentlichen.