Lasst uns unsere Wälder schützen!

Gegen die Zertifizierung von Primärwäldern und Genwüsten.

Ich habe diese Website eröffnet, um die aktuelle, leider sehr einseitige, „Diskussion” zwischen mir und dem FSC zu dokumentieren.

Ich will sie allen Menschen zugänglich machen, die sich über den FSC informieren möchten.

Neben den Texten, die hier in nächster Zeit hoffentlich zahlreich eingestellt und kommentiert werden, möchte ich allerdings auch mit anderen Mitteln die Methoden und das System des FSC für jeden verständlich machen, der vorher an die unfehlbare Perfektion dieser Organisation glaubte.
Ich habe hier z.B. eine mir kürzlich zugegangene Fotodokumentation aus Schweden veröffentlicht, die einer Totalräumung eines ehemaligen FSC zertifizierten Waldes darstellt.
Ich sehe diesen Blog als Ergänzung zu all den anderen FSC kritischen Seiten im Internet, speziell FSC-watch.org. Ich bitte daher ausdrücklich darum, diesen Seiten ebenso Beachtung zu schenken.

Ich erhoffe mir mit diesem Blog eine Veränderung des vorherrschenden Meinungsbildes zu erreichen, wie sie auch z.B. in der Beschaffungsrichtlinie des Bundes niedergeschrieben ist. Dass der FSC ein Garant für nachhaltige Waldnutzung und die Legalität des Holzes ist. Nur wenige wissen, dass er es nicht im Geringsten ist.
Bitte seht mir nach, dass dieser Blog nicht immer perfekt und auf dem neuesten Stand sein wird, ich werde versuchen, ihn so gut wie möglich zu pflegen, kann dafür allerdings nur meine Freizeit opfern und die ist momentan relativ knapp bemessen.
Ein spezielles Anliegen ist mir das Downloadcenter.

Wenn einer von Ihnen hier etwas einstellen will, bitte ich um Übersendung.

Ich sehe nicht, wie man das System des FSC reformieren könnte, weil meiner Meinung nach die Grundsätze dieses Systems dies m.E. nicht zulassen.

Der FSC will ein Gütesiegel sein und führt dieses als ein Wirtschaftsunternehmen (gGmbH) aus. Auch wenn er derzeit gemeinnützig ist, ist er auf Einnahmen aus Zertifizierung, Konzessionsabgaben etc. angewiesen. Was in direkter Konsequenz dazu führt, dass er ein Interesse daran hat, möglichst viele Flächen und Betriebe zu zertifizieren.
Konsequenterweise verändert dies früher oder später auch die Qualität der Grundlagen. Die Holzindustrie hat einen wesentlichen Einfluss, kann also de fakto immer ein Veto einlegen, damit Veränderungen „nicht zu sehr weh tun”. Dabei kommt natürlich auch die neoliberale Ansicht „Use it or loose it” deutlich systematisch zum Ausdruck. Als ob es nur holzwirtschaftliche Nutzungen eines Waldes gäbe!

Zumindest solange der FSC nicht

- alle Primärwälder ausdrücklich und unwiderruflich von der Zertifizierbarkeit ausnimmt

- Genwüsten (einige nennen diese Wüsten auch verharmlosend „Plantagen”) ausdrücklich und unwiderruflich von der Zertifizierbarkeit ausnimmt

- seine „Policies & Criterias” entsprechend umschreibt

- Firmen von der Zertifizierung kategorisch ausschließt, die mit diktatorischen Regimes (die durch die EU mit Sanktionen belegt sind) zusammenarbeiten und somit verhindert, dass Blutholz in seine Kreisläufe gerät

- vollumfänglich eine Volldeklaration des Holzes in seine Grundsätze einfügt

- für die Legalität seines zertifizierten Holzes (auf der Grundlage von demokratisch entwickelten Gesetzten des Herkunftslandes) garantieren kann

- strikt die Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen in allen Punkten (z.B. Landrecht etc.) vollumfänglich anerkennt

- im Zweifel gegen das Zertifikat entscheidet bzw. mit sofortiger Auswirkung aussetzt und ggfs. harte Sanktionen verhängt

werde ich daran arbeiten, die Absurdität dieses Systems darzustellen.

Wir haben nur diese eine Welt, die wir unseren Kindern vererben können.

Deutschland, Oldenburg. Samstag den 8-11-2008

Gerriet Harms